Über uns |
· Wir sind
- Schüler, Studenten, junge Berufstätige
- seit 1998 aktiv
- ein eingetragener Verein „Deutsche Jugend aus Russland – Berlin e.V.“
- ein überparteilicher und überkonfessioneller Jugendverband
- Mitglied des Landesjugendringes Berlin e.V.
Die Deutsche Jugend aus Russland – Berlin e.V. ist ein Jugendverein der sich der allgemeinen und integrativen Jugendarbeit mit zugewanderten Jugendlichen aus der ehemaligen Sowjetunion gewidmet hat. Unser Verein ist offen für Jugendliche jeder Herkunft. Wir sind unparteiisch und unser Verein gehört keiner Glaubensrichtung an. |
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· Wir machen
- Projekte in den Bereichen Integration, Kultur, Musik, Tanz, Sport, außerschulische Jugendbildung
- Freizeit- und Begegnungswochenenden
- laufende Beratung und Betreuung
- Informations- und Orientierungsseminare
- Aufklärung über die Herkunft und Geschichte der Deutschen aus Russland
Die Schwerpunkte unserer Arbeit liegen in folgenden Gebieten:
- allgemeine Jugendarbeit von Jugendlichen für Jugendliche mit Migrationshintergrund
- Förderung von jungen Musikern und Bands, Organisation und Durchführung von Konzerten
- Sportliche Aktivitäten
- Kurse der außerschulischen Jugendbildung
- Juleica (Jugend-Leiter-Card)
- Freizeitaktivitäten
- Förderung des Erfahrungstausches unter den Jugendlichen
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· Wir wollen
- die Kommunikation zwischen unseren Landsleuten und den Bürgern der Bundesrepublik fördern
- zur Verbesserung der allgemeinen Kenntnisse über unsere Geschichte und Kultur beitragen
- Verständnis für unsere Probleme bei der Integration erzielen
- Unser Image in der Gesellschaft verbessern
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Wir wollen das Selbstbewusstsein der Jugendlichen stärken. Die häufig bei der Einreise entstehende "Identitätskrise" und eine Art "Kulturschock" können zur Desorientierung und Isolierung führen, ja sogar zur Selbstverleugnung. Die Gefahr einer "Identitätskrise" kann sich schon allein dadurch entwickeln, dass in der ehemaligen Sowjetunion die deutsche Sprache zwar nicht de jure, aber de facto lange Jahre verboten war. Die schlimmen Folgen dieser Einschränkung sind für die deutschen Jugendlichen aus Russland noch bis heute zu spüren. Der Kulturarbeit erwächst daraus folgende Aufgabe: Sie soll einen Beitrag zur Selbsterkenntnis und Selbstachtung sowie zur Erhaltung des eigenen Wertbewusstseins leisten.
Wir wollen alle uns zur Verfügung stehende Möglichkeiten nutzen, um das Defizit an Kenntnissen über unsere Geschichte abzubauen, ein besseres Verständnis für die oben genannten Probleme zu erzielen und eine intensivere Kommunikation zwischen Einheimischen und Deutschen aus Russland zu ermöglichen.
Ziel ist es auch zu erreichen, dass sich die Jugendlichen in Deutschland so schnell wie möglich heimisch fühlen. Von unserer Seite aus wird eine Art "Hilfe zur Selbsthilfe" angeboten. Gearbeitet wird ausschließlich auf ehrenamtlicher Basis.
Die Betreuung der russlanddeutschen Jugendlichen geschieht durch solche Veranstaltungen wie Begegnungsabende, Informations- und Orientierungsseminare, Freizeitgestaltung, Sport und verschiedene Kulturprojekte. Vielfalt der Angebote macht das Mitwirken in unserer Organisation für immer mehr junge Menschen attraktiv.
Die Deutsche Jugend aus Russland ist ein ganz normaler Jugendverband und erlebt eine rasante Entwicklung. Nicht nur zahlenmäßig, sondern qualitativ sind wir seit unserer Gründung gewachsen. Wir wollen zu einem festen Bestandteil der bundesdeutschen Jugendverbandslandschaft werden und sind auf dem besten Wege dahin. |
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· Entstehungsgeschichte des DJR Berlin e.V.
Die DJR Berlin wurde im Jahr 1998 von Jugendlichen aus der ehemaligen Sowjetunion gegründet; seit Herbst 2005 sind wir ein eigenständiger, eingetragener Verein namens „Deutsche Jugend aus Russland – Berlin e.V.“. Die Entstehungsgeschichte der Berliner Landesgruppe ist untrennbar mit einem Jugendklub namens "Die Wille" in Berlin-Kreuzberg verbunden.
Als wir 1998 zum ersten Mal "Die Wille" betraten, hat wohl keiner von uns eine genaue Vorstellung davon gehabt, was wir eigentlich wollten: eine Disco, ein Cafe, usw. Aber die Idee war da: einen Ort zu schaffen, wo jugendliche Aussiedler hingehen könnten, ohne Angst aufgrund ihrer Aussprache, vielleicht auch ihres Aussehens oder aus anderen Gründen, die auf kulturelle Unterschiede zurück zu führen sind, ausgegrenzt zu werden.
Unser Klubteam sprach immer von einem "SELFHELPING" (Hilfe zur Selbsthilfe) - Konzept. Unser Ziel war nicht die Umerziehung der "Straßengangster", sondern das "Abfangen" solcher Jugendlichen, die zusätzlich zu vielen anderen Problemen, nach ihrer Einreise in die Bundesrepublik noch keinen festen Bekanntenkreis aufbauen konnten und sich deshalb noch verunsicherter fühlten. Schließlich wollten wir auch selbst Spaß haben und waren an einer guten Stimmung im Klub sehr interessiert. Das ganze Team, das aus engagierten Jugendlichen bestand, arbeitete ehrenamtlich und aus eigener Motivation heraus.
Der Klub war acht Jahre lang von 1998 bis März 2006 ein voller Erfolg. In diesen acht Jahren gab es jede Menge Veranstaltungen: Live-Konzerte, Karaoke-Abende, Weihnachts- und Silvesterfeiern. Einheimische, russlanddeutsche, russische und sogar afrikanische Musiker standen in "Die Wille" bereits auf der Bühne. Die Preise im Café waren stets auf Jugendliche ausgerichtet: jeder konnte sich einen angenehmen Abend im Klub leisten. Die Einnahmen flossen in die technische Ausrüstung des Klubs und in die Organisation von Veranstaltungen (z.B. Weihnachtsfeiern) und kamen den Bands zu Gute. Das Ausschlaggebende, was "Die Wille" so erfolgreich machte, war eine friedliche Koexistenz verschiedener Kulturgruppen. So gehörten zu den Besuchern neben den russlanddeutschen Jugendlichen auch jüdische Migranten, sowie Jungs und Mädels aus dem Kreuzberger Kiez, vorwiegend mit muslimischem kulturellem Hintergrund. |